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Kindliche Sprechstörungen ( Dyslalie )

Der Begriff Dyslalie wird nicht einheitlich verwendet. Im folgenden wird diese Problematik gezeigt und eine Definition vorgestellt die den phonetischen und phonologischen Aspekt des Störungsbildes berücksichtigt. Natürlich möchte Ihnen das Therapiezentrum Wuppertal, Bereich Logopädie, auch hier die wichtigsten Fakten erläutern.

Das Wissen um die physologischen Zusammenhänge, die die Artikulation betreffen, erleichtert das Verständnis und Analysieren von auftretenden Dyslalien bzw. kindlichen Sprechstörungen. Schon die Auseinandersetzung mit dem Begriff Dyslalie macht die Komplexität dieses Störungsbildes deutlich. Dyslalie kommt aus dem griechischen und setzt sich zusammen aus der Vorsilbe Dys und dem Wort Lalein.

Dys bedeutet immer eine Einschränkung einer Fähigkeit, während Lalein mit Sprechen übersetzt werden kann. Dyslalie steht somit im Sinne seiner eigentlichen Bedeutung für eine eingeschränkte Sprechfähigkeit. Damit ist ursprünglich gemeint, dass bestimmte Laute motorisch nicht richtig gebildet werden können. Im Laufe der Zeit wurde der Begriff Dyslalie jedoch als Oberbegriff für verschiedene Arten von artikulatorischen Auffälligkeiten verwendet. Gleichzeitig existieren vielfältige andere Begriffe ( Stammeln, Aussprachestörung, phonetisch - phonologische Störung, Artikulationsstörung ), die zwar je nach Ansatz unterschiedlich definiert, häufig jedoch trotzdem synonym für das gleiche Störungsbild verwendet werden.

Grundsätzlich werden zwei Arten von kindlichen Sprechstörungen in der Logopädie im Therapiezentrum Wuppertal unterschieden. So ist es möglich das ein Kind bestimmte Laute aufgrund von artikulationsmotorischen Schwierigkeiten nicht richtig bildet. Es kann also den Laut phonetisch nicht realisieren ( Lautbildungsstörung ), das Sprechen ist beeinträchtigt. Andere Kinder können Laute zwar richtig bilden, setzen diese aber in Wort nicht korrekt ein.

Sie haben Schwierigkeiten, die Laute gemäß den sprachsystematischen phonologischen Regeln richtig anzuwenden ( Lautverwendungsstörung ). Hierbei handelt es sich um sprachliche Schwierigkeiten, die auch als phonologische Störungen bezeichnet werden. Obwohl die phonologischen Störungen mittlerweile von den Dyslalien in ihrer ursprünglichen Bedeutung abgekoppelt werden wird im folgenden der Begriff Dyslalie für beide Störungsaspekte verwendet. Nach Möglichkeit wird zwischen Lautbildung und Lautverwendung unterschieden. Der Begriff Artikulation steht dagegen für beide Fähigkeiten der kindlichen Sprechstörungen.

  1. Bei der Dyslalietherapie behinderter Kinder zeigen sich dem Sprachtherapeuten häufig Schwierigkeiten im phonetisch phonologischen Bereich. Je nach Art der Behinderung treten eher phonetische, phonologische oder dyspraktische Störungen auf. Prinzipiell unterscheidet sich die Dyslaliebehandlung für den Logopäden hinsichtlich Zielsetzungen und methodischem Vorgehen von der Therapie nicht behinderter Kinder, d. h. zum einen dass die Behandlung der artikulatorischen Fähigkeit eventuell zu Gunsten der Förderung von Wortschatz, Wortfindung oder Grammatik zurückgestellt wird. Zum anderen meint das aber auch, dass die Therapie den Möglichkeiten des Kindes angepasst werden muss. Die Ziele werden deshalb wesentlich niedriger gesteckt als bei Kindern ohne Behinderung. Das kann bedeuten das vom Kind nicht verlangt wird, den Laut tatsächlich physiologisch zu bilden.
  2. Bei der Therapie von Erwachsenen zeigen sich auch immer wieder erwachsene Patienten die unter einer Artikulationsstörung leiden. Meist handelt es sich bei der Dyslalie um einen inter- oder addentalen Sigmatismus oder einen Sigmatismus oder Schetismus lateralis, welche vom Sprachtherapeuten innerhalb der Logopädie behandelt werden sollten. Das therapeutische Vorgehen unterscheidet sich dabei wesentlich von dem bei Kindern. Das vorrangige Ziel einer Dyslalietherapie bei einem Erwachsenen ist die Lautbildung des Patienten zu korrigieren. In erster Linie gelingt das über eine Verbesserung der Eigenwahrnehmung.

    Wenn der Patient in der Lage ist, seine Lautbildung sicher als falsch zu indentifizieren, ist der wichtigste Schritt in Richtung auf eine bessere Artikulation vollzogen. Wir, die Abteilung Logopädie im Therapiezentrum Wuppertal helfen Ihnen gerne dabei.