Motorisch funktionelle Behandlung
Eine motorisch - funktionelle Behandlung in der Ergotherapie ist zur gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der motorischen Funktionen und Fähigkeiten, die mit Beteiligung des peripheren Nervensystems einhergehen können.
Die motorisch-funktionelle Behandlung beinhaltet die Minderung und den Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster einerseits, sowie den Aufbau/Entwicklung und den Erhalt physiologischer Funktionen und Bewegungsabläufen andererseits. Dies wird durch eine stufenweise Entwicklung und Verbesserung der Grobmotorik (großräumige Bewegungen) und der Feinmotorik (Handgeschicklichkeit) angebahnt. Dabei spielt eine Verbesserung der Koordination, der funktionellen Ausdauer, des Gleichgewichts und der Körperwahrnehmung, sowie die Lockerung und Kräftigung der Muskulatur und Schmerzlinderung eine große Rolle.
Die Mobilisation der Gelenke und der Gelenkschutz ist bei eingeschränkten Gelenkfunktionen Behandlungsinhalt, welche meist mit einer generellen Verbesserung der Beweglichkeit gekoppelt sind.
Auch die Vermeidung und der Abbau von Kontrakturen kann ein Teil der motorisch-funktionellen Behandlung sein. (Eine Kontraktur ist eine dauerhafte Verkürzung von Muskeln, Sehnen und Bänder der Gelenke, die zu irreversiblen Einschränkung der Beweglichkeit bis zur kompletten Steife führt).
Desweitern können auch Sensibilisierung bzw. Desensibilisierung einzelner Sinnesfunktionen Behandlungsbestandteile sein.
Das Erlernen von Ersatzfunktionen, auch unter Einbeziehung technischer Hilfen, soll zur Verbesserung der Eingenständigkeit im alltäglichen Leben führen. Die Hilfmittelberatung, sowie das Einüben im Umgang mit den Hilfsmittel, und die Beratung bei Um- und Neugestalten des Wohnraums gehören ebenfalls dazu.
Das motorisch-funktionelle Training des Therapiezentrum Wuppertal Mark Buchholz findet unter Anwendung von gezielten Bewegungsübungen , speziell ausgesuchten und entwickelten oder angepassten Übungsmaterialien , Übungsgeräten und therapeutischen Spielen oder handwerklichen , kreativen Techniken statt . Zur Hemmung der Spastizität ( Verkrampfung der Muskeln ) , Verbesserung der aktiven Gelenkbeweglichkeit und zur Bahrnung von Bewegungen wird nach einem bestimmten Konzept behandelt . Eine Möglichkeit der Behandlungsmethode bietet das Bobathkonzept , welches sowohl in der Ergotherapie , als auch in der Physiotherapie des Therapiezentrum Wuppertal Mark Buchholz eine wichtige Rolle spielt . Es handelt sich um ein Konzept das pathologische Bewegungsmuster hemmen und normale Funktionen bahnen soll.
Das passive Durchbewegen verhindert das die Gelenke unbeweglich und kontrakt werden . Eine Muskellockerung kann eventuell mit Eishandtuchauflagen auf die spastischen Muskelbereiche ergänzt werden.
Der Patient wird dazu angeleitet , sich in seinem Alltag bewusst zu bewegen und dabei spielen Rumpfkontrolle , Körpersymmetrie und eine gute Sitzhaltung , die auch für eine bessere Atmung wichtig ist , eine große Rolle . Verschiedene Gleichgewichtsübungen wie z. B. Sitzen auf dem Pezziball , Gleichgewichtsverlagerungen auf einer Bank usw. können durchgeführt werden . Ein Stuhl kann ebenfalls zur aktiven Rumpfkontrolle für einen bestimmten Zeitraum eingesetzt werden . Durch das aktive Sitzen wird die Rückenstreckermuskulatur trainiert und das Absinken des Beckens nach vorn verhindert . Ein Stehtraining kann ebenfalls durchgeführt werden . Ein Stehtisch ermöglicht das selbständige und sichere Stehen , wenn dies ohne fremde Hilfe nicht möglich ist . Das Stehtraining führt zur Verbesserung der Atmung , der Aufrichtung und hat eine positive Wirkung auf den Kreislauf . Für das Körpergefühl ist es von großer Wichtigkeit , Gewicht auf Knochen und Gelenken zu spüren.
Für das Training der Feinmotorik ist es besonders wichtig und notwendig eine bewusste und geübte Kraftdosierung , sinnvolle Zusammenarbeit beider Hände , einüben von Hand und Augenkoordination und Zielsicherheit zu erlangen . Dies ist z. B. für das Schreiben von besonders großer Bedeutung .
